Zukunftsprogramm Wirtschaft

des Landes Schleswig-Holstein

 

Wohin treibt ein Ölteppich? Wann wird er wo auf die Küste treffen? Wie verteilen sich ins Meer gelangte Schadstoffe? Fragen wie diese lassen sich verlässlich  nur mit großflächigen und rasch aufeinander folgenden Messungen der Meeresströmungen beantworten, zum Beispiel mit Hilfe eines landgestützten Ozeanradars. Die Helzel Messtechnik GmbH in Kaltenkirchen entwickelt nun basierend auf seinem Know-how in diesem Bereich ein flexibles, auch für kommerzielle Nutzer attraktives Radar. Das Land Schleswig-Holstein fördert dieses Entwicklungsvorhaben mit 200.000,00 Euro im Rahmen des Förderprogramms "Umweltinnovationen".

Langjährige Erfahrungen und weltweit hohe Reputation beim Bau von Ozeanradarsystemen zeichnen die Helzel Messtechnik GmbH aus. Mit "WERA" (WavE RAdar) bietet das Unternehmen bereits ein Radarsystem an, mit dem sich dank seiner Reichweite von 250 Kilometern sehr gut und kontinuierlich große Wasserflächen überwachen lassen. Allerdings ist WERA aus technischen Gründen sehr komplex aufgebaut und muss aufwändig verkabelt werden. Aus diesem Grund ist es für kommerzielle Kunden eher uninteressant und wird vor allem im wissenschaftlichen Bereich eingesetzt. Das neue, einfacher zu handhabende System mit dem Namen "SARA" wird dagegen über eine autarke Stromversorgung verfügen und weitestgehend kabellos kommunizieren. Dadurch lassen sich die Antennen an beliebigen, auch weit von der Empfänger- und Auswerteeinheit entfernt liegenden Standorten aufstellen und betreiben. Die so gewonnenen Radardaten liefern Informationen zur aktuellen Meeresströmung, zu Wellen- und Windparametern. "Diese neuartige Technologie verschafft der Helzel Messtechnik GmbH Zugang zu nicht-wissenschaftlichen Anwendern, wie Hafenämtern, Rettungs- und Katastrophenschutzorganisationen, den Betreibern von Bohrinseln oder Offshore-Windparks sowie Tourismusorganisationen", erklärt Dr. Bernd Bösche, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH).


Die Übergabe des Förderbescheides erfolgte am 27. Oktober 2010 durch WTSH-Geschäftsführer
Dr. Bernd Bösche (rechts im Bild) an Matthias Kniephoff, Mitinhaber und Geschäftsführer der Helzel Messtechnik GmbH.

Die Helzel Messtechnik GmbH wird im Rahmen des Zukunftsprogramms Wirtschaft (ZPW) des Landes Schleswig-Holstein im Handlungsfeld "Innovationen in Betrieben" mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union gefördert.

In das ZPW fließen im Zeitraum 2007 - 2013 rund 752 Mio. Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem EFRE, rund 173 Mio. Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" sowie rund 175 Mio. Euro aus ergänzenden Landesmitteln.

 

 



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